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Baden-Württembergs Naturschätzen auf der Spur
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Die Trails im Ueberblick
Von Lampertheim nach Mannheim (1a)
Von Lampertheim nach Mannheim (1b)
Von Mannheim nach Ketsch (2)
Von Ketsch nach Altlußheim (3)
Von Tromm zum Kohlhof (4)
Vom Kohlhof zur Schriesheimer Hütte (5)
Vom Kohlhof zur Kreuzgrundhütte (6)
Von Zwingenberg zur Kreuzgrundhütte (7)
Von der Kreuzgrundhütte nach Leimen (8)
Von Zwingenberg nach Leimen (9)
Von Mannheim zur Schriesheimer Hütte (10)
Das Wandergebiet Nordbaden

Kurzvorstellung, Anreise, Geologie, Klima und Biologie

Lieber Trekkingfreund

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Das Projektgebiet in Nordbaden
und der Gesamtweg

Kurzvorstellung
Anreise
Zur Geologie
Zum Klima
Zur Biologie
Die Landschaft im Osten


Kurzvorstellung

Das Projektgebiet befindet sich im Norden Baden-Württembergs. Es erstreckt sich von der hessischen Landesgrenze nach Süden und umfasst den Bereich des südlichen Odenwalds einschließlich des angrenzenden Neckarraums sowie das sich westlich anschließende Gebiet des Oberrheins bei Mannheim. Konkret gehören Land- und Stadtkreis Mannheim, Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis und Neckar-Odenwald-Kreis zur ausgewählten Region.

Mit erfahrenen Wanderleitern der NaturFreunde wurden die Wanderrouten und Einzeletappen von Naturfreundehaus zu Naturfreundehaus im Projektgebiet festgelegt, wobei die Streckenführung möglichst viele interessante Natura 2000-Gebiete rechts und links des Weges berücksichtigt. Die Wegeführung erfolgt dabei entlang zweier Nord-Süd-Trassen.

Die erste Trasse erstreckt sich von Lamperheim über Mannheim und Ketsch nach Altlußheim. Sie wird somit sehr stark vom Rhein und der ihn umgebenden Natur- und Kulturlandschaft geprägt.

Die zweite Trasse beginnt auf der Tromm und führt dann durch den südlichen Odenwald, der hier das prägende Element darstellt, über Schriesheim und Kohlhof zum Neckar. Hier gabelt sich der Weg. Ein Zweig der Route führt an Heidelberg vorbei Richtung Süden nach Leimen. Ein anderer Zweig verläuft in östlicher Richtung nach Zwingenberg.

Ergänzend gibt es zwei Querverbindungen - eine von Zwingenberg nach Leimen und eine von Mannheim nach Schriesheim

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Anreise


Die Anreise in das Projektgebiet ist mit dem Auto oder der Bahn problemlos möglich. Eine Reihe von Autobahnen - z.B. A 5, A 6, A 61, A 67 – führen direkt in die Großräume von Mannheim und Heidelberg, weitergehende Bundes- und Landesstraßen zu den jeweiligen Zielorten. Wer die umweltfreundlichen, öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugt, kann zunächst mit der Bahn bis Mannheim Hauptbahnhof oder Heidelberg Hauptbahnhof fahren und ab hier die regionalen Angebote nutzen, die von der Deutschen Bahn AG oder dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) angeboten werden. Weitere Informationen dazu sind unter www.bahn.de/freizeit-rhein-neckar sowie unter www.vrn.de erhältlich. Selbstverständlich können die Naturfreundehäuser, die als Start- und Endpunkt für die beschriebenen Wanderungen dienen, auch mit dem öffentlichen Nahverkehr erreicht werden. Hinweise zu den jeweiligen Anreisemöglichkeiten finden sich bei der Beschreibung der einzelnen Naturfreundehäuser. Dies gilt auch für die Anreise mit dem Auto. 

Wer sich bereits im Projektgebiet befindet und eventuell mit einer kleinen Gruppe den öffentlichen Nahverkehr intensiver nutzen möchte, dem sei das Baden-Württemberg-Ticket der Deutschen Bahn AG empfohlen. Mit ihm können 5 gemeinsam reisende Personen einen Tag lang in ganz Baden-Württemberg im Nahverkehr der Bahn und weiterer Verkehrsunternehmen preisgünstig mobil unterwegs sein. Die Fahrkarten gibt es an DB-Automaten und DB-Verkaufsstellen. Ein ähnliches Angebot offeriert der RNV mit seinem TICKET 24 PLUS. Damit ist es ebenfalls möglich, mit bis zu 5 Personen alle Busse, Straßenbahnen und freigegebenen Züge der DB (IRE, RE, RB, S-Bahn) im gesamten Verkehrsverbund des RNV zu einem günstigen Tarif zu nutzen.

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Naturkundliche Vorstellung und Besonderheiten des Gebietes


Zur Geologie 


Das Projektgebiet umfasst sehr unterschiedliche geologische Bereiche. Im Westen ist es durch die Rheinebene geprägt. Diese entstand im Tertiär, vor rund 50 Millionen Jahren. Durch einen mächtigen Geländeeinbruch wurde hier der Rheingraben geschaffen. Die Randgebirge, der Odenwald auf der einen Seite und der Pfälzer Wald auf der anderen, begrenzen das eingebrochene Areal. Während der Graben sich immer mehr vertiefte, stiegen die Ränder immer höher. In einer wechselvollen Geschichte haben Meere, Seen und Flüsse ihre Sedimente in der Oberrheinischen Tiefebene zurückgelassen. In warmen Perioden trockneten Schlamm und Sand oft vollständig aus. Der Schlamm wurde zu Staub, den die vorherrschenden Westwinde forttrugen. Er setzte sich am Rand des aufsteigenden Odenwaldes im heutigen Bereich der Bergstraße als fruchtbarer Lößboden ab. Der trockene Sand, der schwerer als Staub ist, wurde vom Wind nicht so weit in Richtung Osten transportiert. Er lagerte sich bereits nach einigen Kilometern ab und bildete Sandflächen und Dünen. In der jüngeren Geschichte prägte der Rhein mit seinen immer wieder unterschiedlichen Verläufen die Tiefebene nachhaltig. Durch ihn entstanden Verlandungszonen, Uferwälle, Sand- und Kiesablagerungen, Sedimentbereiche – also sehr vielfältige Strukturen. 

In deutlichem Kontrast dazu steht der Odenwald. Er schließt sich im Osten direkt an die Oberrheinische Tiefebene an und geht jenseits des Neckars als sogenannter “Kleiner Odenwald” langsam in die Kraichgauer Senke über. Der Odenwald hat eine mittlere Höhe von 400 m. Er gliedert sich in zwei geologisch sehr unterschiedliche Bereiche. Die Trennlinie läuft von Heidelberg ausgehend in nördlicher Richtung auf Aschaffenburg zu. Westlich dieser Linie besteht das Gebirge aus Graniten und Dioriten. Es wird daher auch als der “Kristalline Odenwald" bzw. der “Granit-Odenwald” bezeichnet. Östlich der Grenze ist das Gebirge aus Buntsandstein aufgebaut und trägt folgerichtig den Namen »Sandstein-Odenwald«. 

Im Verlaufe der Trennlinie findet man häufig das sogenannte Rotliegende. Dies besteht aus groben Konglomeraten, rauhen Sandsteinen und feinen Tonen und trägt den Namen aufgrund seiner typischen Rotfärbung. Es tritt an der Grenze der alten kristallinen Gesteine (Granite) und des Buntsandsteins bis an die Oberfläche zutage, so am Schloss von Heidelberg und entlang einer Linie von Handschuhsheim über Schriesheim bis Heiligenkreuzsteinach.

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Im südlichen Odenwald bildet der Neckar aus geologischer und landschaftlicher Sicht einen wichtigen Schwerpunkt. Sein Verlauf steht in direktem Zusammenhang mit der Rheingrabenbildung. Parallel zur Absenkung der Tiefebene im Tertiär stieg das Höhenniveau des Odenwaldes zunehmend an. Der Neckar, der hier bereits sein Flussbett hatte, musste sich auf die veränderten Bedingungen einstellen. Er sägte sich unter Bildung steiler Talflanken tief in den Buntsandstein des sich emporhebenden Odenwaldes ein. So konnte seine Tiefenerosion mit der Gebirgshebung Schritt halten. Es entstanden zahlreiche Windungen und Schleifen, sogenannte Mäander und davon umflossene Umlaufberge. Die markante Formgebung ist auch nach der Kanalisierung des Neckars in den 1920er-Jahren weitgehend erhalten geblieben und verleiht dem Fluss sein romantisches Image. 

Wie in vielen Gebirgsregionen, so gab es auch im Odenwald immer wieder Bestrebungen, den Bergbau als Einnahmequelle zu nutzen. Bis auf die Förderung von Manganerzen bei Wald-Michelbach müssen aber alle übrigen Bergbaubemühungen, z.B. zur Gewinnung von Eisen, Graphit, Kupfer oder Silber, als gescheitert angesehen werden. Diese Versuche haben stets mehr gekostet, als Gewinn eingebracht und wurden somit eingestellt. Davon unberührt ist nach wie vor die Steinindustrie. Sie zeichnet sich durch eine vielfältige Produktpalette aus, die Schottersteine, Pflastersteine, Bausteine, Grabsteine, Mühlsteine und Steine für Denkmäler umfasste und in weiten Teilen heute noch umfasst. 

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Zum Klima


Die Projektregion ist durch ein gemäßigtes, ausgeglichenes Klima gekennzeichnet. Im Bereich der Rheinebene, vor allem in Mannheim und seiner direkten Umgebung, regnet es relativ wenig. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt 600 – 650 mm. Bereits am Rande des Odenwalds – und damit im Wolkenstau des Gebirges – erhöhen sich die Niederschlagsmengen. In Heidelberg werden ca. 775 mm erreicht. In den dahinter befindlichen Gebieten des südlichen Odenwalds steigen die Werte auf rund 1000 mm an. 

Die Oberrheinische Tiefebene gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands. In Mannheim liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei 10,2 °C, in Heidelberg sind es 10,7 °C. Erst im Odenwald selbst sinkt die Temperatur aufgrund der zunehmenden Höhe um ca. 1,5 °C im Durchschnitt ab und erreicht Werte um 9 °C.


Weitere Indikatoren für das warme Klima der Rheinebene sind eine überproportional hohe Zahl an Sommertagen und Sonnenscheinstunden. Mannheim weist mit knapp über 1700 Sonnenscheinstunden jährlich fast gleiche Werte wie das sonnenverwöhnte Freiburg auf. In Heidelberg und am Odenwaldrand verzeichnet man pro Jahr durchschnittlich 120 Sonnenscheinstunden weniger. 

Das milde und warme Klima führt in der Rheinebene und an den Abhängen der Bergstaße zu einem zeitigen Frühjahrsbeginn. Kurz danach kann die typische Frühlingsvegetation – aber auch die Obstbaumblüte – im Neckartal, dem frühesten der Odenwaldtäler, beobachtet werden. Weiter im Innern des Gebirges verzögert sich der Frühlingsbeginn im Vergleich zu Rheinebene und Bergstraße um ca. 2 – 3 Wochen. 

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Zur Biologie 


Die heimische Pflanzenwelt und die von ihr direkt oder indirekt abhängige Tierwelt haben sich im Laufe der Zeit an die besonderen Bedingungen im Projektgebiet angepasst. Von den geologischen Gegebenheiten ausgehend, ist eine Einteilung in die Rheinebene, die Lößhänge der Bergstraße, den Granit-Odenwald und den Sandstein-Odenwald vorteilhaft. Jede dieser Regionen weist eine spezielle, für sich typische Naturausstattung auf. Nachfolgend sollen vor allem charakteristische Landschafts- und Lebensraumtypen sowie dort vorkommende Pflanzen kurz vorgestellt werden. Spezielle Hinweise zur Botanik sowie zu den Tieren vor Ort finden sich bei den jeweiligen Beschreibungen der Wanderetappen. 

Die Rheinebene, vor allem im direkten Umfeld des Rheinstroms, ist durch Auwälder, feuchte Wiesen, verlandende Altrheinarme, Gräben und Tümpel gekennzeichnet. Von der flussnahen Weichholzaue mit ihren Weiden und Pappeln geht es häufig nahtlos in die etwas höherliegende Hartholzaue mit Eschen, Eichen und Ulmen über. Feuchte Wiesen bedecken weite Teile der Ebene. In den Riedgegenden sind sie reich an Stauden und Kräutern. Man findet Kuckuckslichtnelke und Wiesenschaumkraut, aber auch seltene Vertreter, wie beispielsweise die Sibirische Schwertlilie. An vielen Stellen hat sich eine besondere Wasserflora entwickelt. Weiter vom Strom entfernt, Richtung Osten gelegen, befinden sich auf den ehemals freiliegenden Dünen- und Sandflächen heute vor allem Kiefernwälder. Sie werden durch andere Baumarten und Büsche zunehmend aufgelockert. 

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Die Landschaft im Osten


Weiter östlich folgen die Lößhänge der Bergstraße. Es handelt sich dabei um die zur Rheinebene ausgerichteten Abhänge des Odenwaldes. Der fruchtbare Boden kommt hier in mächtigen Schichten vor. Das Gebirge schützt darüber hinaus vor Nord- und Ostwinden. In den klimatisch begünstigten Lagen ist die natürliche Vegetation, vor allem der früher hier vorherrschende Laubwald, fast völlig verschwunden. Anstelle dessen findet man intensiv genutzte Flächen, auf denen schwerpunktmäßig Obst- und Weinbau betrieben werden. Durch die landwirtschaftliche und gärtnerische Nutzung kommen heimische Pflanzen nur an Wegrändern und in Randbereichen vor. Charakteristisch sind u.a. Storchschnabel, Königskerze, Labkraut, Alant, Salbei oder Salomonsiegel. An einigen Stellen wachsen auch Orchideen. 


Der sich weiter östlich anschließende Granit-Odenwald beherbergt hauptsächlich Laubwälder aus Buche und Eiche. Hier und da sind Esche, Birke, Linde oder Ahorn eingestreut. Besonders an Waldrändern und Waldlichtungen bilden zahlreiche Sträucher, wie Holunder, Pfaffenhütchen oder Hartriegel, das Unterholz. Farne, Waldgräser und eine Vielzahl schattenliebender Waldkräuter bedecken den Boden der Wälder. Darüber hinaus wird das Landschaftsbild immer wieder durch Bergwiesen und deren typische Vegetation erweitert. 

Ganz im Osten des Projektgebietes, im Sandstein-Odenwald, ändern sich der Charakter der Landschaft und ihre biologische Ausstattung aufs neue. Die Wälder bestehen größtenteils aus Fichten, in den südlichen Bereichen aus Eichen. An waldfreien Stellen findet man Besenginster, Heidekraut oder Roten Fingerhut. Auf den Bergwiesen sind Arnika und Knabenkraut heimisch.

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Biosphärengebiet Schwäbische Alb